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Wolfgang Temmel Der künstlerische Tausendsassa

 

Wolfgang Temmel zeigt im Kniely Haus seine neueste Werkserie, die er aus den Tiefen der Kunstgeschichte so wie der so genannten Volkskunst geschöpft hat.

Temmel kombiniert getrocknete Blumen mit gegenständlicher Malerei und verknüpft die wissenschaftliche Praxis des Anlegens von Herbarien mit der volkstümlichen Tradition der Blumengestecke und Blumenbilder.
Das Arrangieren von Trockenblumen zu stimmungsvollen Kompositionen gilt in der harten Welt des elitären Kunstmarkts als absolutes No-Go. Reflexartig erfolgt der Vorwurf des Kunsthandwerks und des Kitschs.

Doch „das Triviale ist primär keine ästhetische, sondern zuallererst eine topographische, soziale und ökonomische Kategorie“, wie Konrad Paul Liessmann festgestellt hat.

Temmel lotet geschickt die Grenzbereiche der hehren Kunst aus und nutzt den Impuls der gefundenen Pflanzen für eine humorvoll-ironische Rückschau auf die avantgardistischen Strömungen der Moderne.

Die augenzwinkernde Kritik an der kapitalistischen Kunstverwertungsmaschinerie bleibt nicht aus. 

 

Text: (c) Roman Grabner, Universalmuseum Joanneum
Foto (c) Christian Koschar

Die Ausstellung 1. Mai bis 30. Juni

Di bis Sa: 10.00 bis 19.00 Uhr
So und Feiertage: 10.00 bis 12.00 Uhr
(ausgenommen geschlossene Veranstaltungen im Kniely Haus)
Montag geschlossen...